Lettland 2025 – Tag 7 Āraišu
Āraišu
Ein letztes Frühstück im Herrenhaus – und zugleich mein letzter Tag in Lettland. Ich bekam noch Nachhilfe bei der Aussprache meines heutigen Reiseziels, des archäologischen Parks Āraišu. Mit „Hass“ solle man es aussprechen: Arrrraischu! Nun denn. Auf ging es zum Freilichtmuseum, und ich erkundete zuerst die sogenannte Mädcheninsel, auf der Rekonstruktionen von Gebäuden aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit stehen.
Von der Ruine der Ordensburg Āraiši sind leider tatsächlich nur noch die Grundmauern übrig, und dementsprechend wenig gibt es für Durchschnittstouristen wie mich zu entdecken. Der Ausblick war da eindeutig reizvoller…
Das Highlight des Parks ist die rekonstruierte Pfahlbautensiedlung auf einer Sandbank des Āraišu-Sees, ein vollständiges Abbild einer tatsächlich im See erhaltenen Siedlung aus der Wikingerzeit.
Da noch genug Zeit blieb, bis ich meinen Flug erreichen musste, schlenderte ich anschließend zu einer nahe gelegenen Windmühle. Sie wurde 1852 errichtet, 1982 jedoch zerstört und liegt daher heute in Form einer Rekonstruktion aus dem Jahr 1984 vor.
Hügel der Heiligtümer
Auf einer Informationstafel las ich vom „Hügel der Heiligtümer“: von „schrecklichen Vorfällen“ sei dort die Rede, von einem „Hügel der Hexen“. Dort musste ich hin! Leider war dort dann… nichts. Kein Weg zum Hügel, keine Spuren der Gehängten, keine Tafel, kein Pfad – „nur“ Landschaft. Aber diese immerhin: sehr schön.
Also ging es zurück zum Parkplatz, und nun war eigentlich auch schon die Zeit gekommen, Abschied zu nehmen. Nur der Kirche stattete ich noch einen kurzen Besuch ab. Auch dort befand sich – wie offenbar überall in Lettland – nicht nur die lettische, sondern auch die ukrainische Flagge.
Heimreise
Die Rückreise verlief reibungslos und ließe sich nur noch durch Charakterstudien von Mitreisenden ausschmücken, was ich mir an dieser Stelle allerdings erspare. Dennoch seien „der Henker“ erwähnt, der am Flughafen mit seiner Tochter videotelefonierte und ein Feuerwerk an Faxen zum Besten gab. Ach, da waren noch die beiden winzigen Spanierinnen, die den halben Bahnhof in Aufruhr versetzten, weil nach ihrem „Inglisch? Inglisch?“ ein Wortwasserfall aus Spanisch über alle hereinbrach, die mit „yes“ geantwortet hatten. Hoffentlich seid ihr gut angekommen…




















