Intersport Klettersteig mit „Himmelsleiter“ 2020
Im wunderschönen Salzkammergut liegt die Gemeinde Gosau, die ich an diesem sonnigen Tag nach dreistündiger Autofahrt kurz nach 10 Uhr vormittags erreichte. Um nicht mehr Zeit zu verlieren, nahm ich die Gosaukammbahn zur Gablonzer Hütte, dem Ausgangspunkt meines heutigen, voller Vorfreude erwarteten Klettersteigabenteuers: dem Intersport-Klettersteig auf den Großen Donnerkogel.

Seit 2002 gibt es den Klettersteig, und an sich wäre das schon ein wundervolles Bergerlebnis mit Ausblicken auf das Dachsteinmassiv und Abblicken auf den Vorderen Gosausee. 2017 wurde der Klettersteig durch eine spektakuläre Leiter erweitert, die sich über eine Länge von 40 Metern über den Abgrund zwischen dem Kleinen Donnerkogel und dem Donnermandl spannt.

Die Schwierigkeit ist mit C/D angegeben und 470 Höhenmeter Steighöhe sind zu überwinden. Gegen 11 Uhr brach ich von der Hütte auf, um zum Einstieg zu gelangen.

Es beginnt recht einfach, bevor man die etwas anspruchsvollere Kaiser-Verschneidung meistern muss. Danach, beim Gamsband, durfte auch Pferti mal Höhenluft schnuppern.

Anfangs war ich noch alleine im Fels, doch auf halbem Weg zwischen Gamsband und Riesenleiter erreichte ich das Ende des Rückstaus.

Warten ist nicht unbedingt meine Lieblingsbeschäftigung, aber der Blick hinab ins Tal auf den Vorderen Gosausee war jedenfalls lohnenswert.

Auch die Riesenleiter kam alsbald ins Blickfeld, was dann doch für eine gewisse Ehrfurcht gesorgt hat. Für diejenigen, die sich das Konstrukt nicht zutrauen, gibt es eine Umgehung, nämlich den originären Steig vor der Errichtung der Leiter.

Die Leiter dockt am Donnermandl an, und der Ausstieg aus der Leiter ist dann wieder mit C/D bewertet.

Durch den an diesem Tag nicht massiven, aber dennoch vorhandenen Andrang hatte ich genug Zeit, ein wenig zu scherzen, und auch mein Maskottchen durfte einen Blick riskieren.

„Das Fallen tut nicht weh, nur der Aufprall.“ – „Hinunter sind alle noch gekommen.“ Ein wenig Zuspruch vor dem Einstieg hat noch keinem geschadet … Aber dann war es soweit: Meine GoPro und ich stiegen gen Himmel – hier in doppelter Geschwindigkeit:
Oben, auf dem Großen Donnerkogel, bietet sich nach ein wenig, immer leichter werdender Restkraxelei ein noch grandioserer Ausblick – und hier darf dann auch mal ein Selfie gemacht werden …



Abwärts ging es dann auf dem markierten Weg 628. Dieser war etwas mühsam zu gehen, aber ich war ja nicht hier für eine Flachlandwanderung. Schließlich erreicht man wieder den Weg zur Gablonzer Hütte, wo ich mir etwas Stärkung vergönnte. Dort war ich dann so gegen 15 Uhr, womit die gesamte Tour vier Stunden – inklusive Warterei vor der Leiter – gedauert hat.

Ein letzter Blick noch zurück auf den Dachsteingletscher, bevor es mit der Seilbahn wieder hinab ging.

Es war wirklich ein sehr cooler Steig; diese Himmelsleiter ist ein unvergessliches Erlebnis, das gemacht zu haben ich nicht mehr missen möchte. Mal sehen, welche Herausforderungen sich noch in der österreichischen Bergwelt finden lassen …